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Unternehmensgeschichte / Firmengeschichte

Mit der Unter­neh­mens­ge­schich­te ver­ewi­gen Sie sich als Unter­neh­mer­per­sön­lich­keit, fixie­ren die bis­he­ri­gen Unter­neh­mens­leis­tun­gen, kön­nen das Image und den Bekannt­heits­grad Ihres Unter­neh­mens stei­gern und mehr. Wir ste­hen Ihnen kom­pe­tent zur Sei­te.

Zentrale Vorteile der Unternehmensgeschichte

  • Unter­neh­mens­ge­schich­te ver­ewigt die Unter­neh­mer­per­sön­lich­keit, die Unter­neh­mens­tra­di­ti­on oder eine bestimm­te Ent­wick­lung für Zeit­ge­nos­sen wie für die Nach­welt glei­cher­ma­ßen.
  • Unter­neh­mens­ge­schich­te kann gan­ze Bran­chen oder (unternehmens)politische Posi­tio­nen stüt­zen.
  • Unter­neh­mens­ge­schi­che kann Mar­ke­ting­zie­le wie die Stei­ge­rung des Bekannt­heits­grads oder die Ver­bes­se­rung des Images unter­stüt­zen.
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Begründung der Unternehmensgeschichte als wissenschaftliche Teildisziplin

Bestan­den unter­neh­mens­his­to­ri­sche Schrif­ten im 19. Jahr­hun­dert und begin­nen­den 20. Jahr­hun­dert noch aus kom­mer­zi­el­len Fest­schrif­ten, unter­leg­te die Geschichts­wis­sen­schaft 1927 mit dem welt­weit ers­ten Lehr­stuhl für Busi­ness Histo­ry an der US-ame­ri­ka­ni­schen Har­vard Uni­ver­si­ty ihren Anspruch auf Insti­tu­tio­na­li­sie­rung und wis­sen­schaft­li­che Pro­fes­sio­na­li­sie­rung. Aus dem dama­li­gen Ansatz des Unter­neh­mens als bewusst gesteu­er­te „Black Box“ her­aus ver­schob sich die wis­sen­schaft­li­che Per­spek­ti­ve zuneh­mend auf das Unter­neh­men als Ort von Kom­mu­ni­ka­ti­ons-, Hand­lungs- und Aus­hand­lungs­räu­men.

1955 erfolg­te in Deutsch­land die Grün­dung der Gesell­schaft für Unter­neh­mens­ge­schich­te (GUG) mit ihrer ein Jahr spä­ter her­aus­ge­ge­be­nen Halb­jah­res-Fach­zeit­schrift „Zeit­schrift für Unter­neh­mens­ge­schich­te“ (ZUG). Die Euro­päi­sche Wis­sen­schafts­stif­tung in Straß­burg beschei­nig­te die­ser Zeit­schrift 2015 ein wis­sen­schaft­li­ches Spit­zen­ranking.

Die Unter­neh­mens­ge­schichts­schrei­bung wird über­wie­gend als Zweig der Wirt­schafts­ge­schich­te gese­hen.

Themen der Firmengeschichte

The­men­schwer­punkt bis in die 1980er Jah­re war die Indus­tria­li­sie­rung. Danach kreis­ten die The­men deut­lich um das 20. Jahr­hun­dert. In den 1990er Jah­ren wur­den ins­be­son­de­re von deut­schen Groß­un­ter­neh­men, die ihr Ver­hal­ten unter dem Natio­nal­so­zia­lis­mus auf­klä­ren woll­ten, unter­neh­mens­his­to­ri­sche Leis­tun­gen nach­ge­fragt. Hin­ter­grund die­ses Inter­es­ses von Sei­ten die­ser Unter­neh­men war die damals immer stär­ker auf­kom­men­de Fra­ge nach Ent­schä­di­gun­gen für Zwangs­ar­bei­ter und für ehe­mals jüdi­sches Eigen­tum. Eine Unter­neh­mens­ge­schich­te des Natio­nal­so­zia­lis­mus und damit Poli­tik, Moral und Wirt­schaft gerie­ten so in den Fokus des Fachs. Es folg­ten als the­ma­ti­sche Schwer­punk­te das deut­sche Wirt­schafts­wun­der der 1950er Jah­re, der poli­ti­sche wie wirt­schaft­li­che Umbruch der 1970er Jah­re sowie par­al­lel dazu nach der deut­schen Wie­der­ver­ei­ni­gung die Geschich­te der Kom­bi­na­te und Betrie­be der ehe­ma­li­gen DDR. Im Zuge der Finanz­kri­se ab 2007, der Euro­kri­se ab 2010, auf­grund der welt­weit zuneh­men­den Glo­ba­li­sie­rungs­kri­tik und den damit ein­her­ge­hen­den poli­ti­schen Ände­run­gen und auf­grund einer welt­wei­ten tech­ni­schen Tur­bo-Ent­wick­lung – Stich­wort Unter­neh­men 4.0 – ver­schiebt sich die Dis­kus­si­on zumin­dest fach­in­tern auf Struk­tur­wan­del und Wirt­schafts­kri­sen sowie auf Wer­te­wan­del und die Infor­ma­ti­ons­ge­sell­schaft und Wis­sens­ge­sell­schaft. Auch Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit ist The­ma.

Quel­len wis­sen­schaft­li­cher Unter­neh­mens­ge­schichts­schrei­bung sind Unter­neh­mens­ar­chi­ve und Unter­neh­mens­mu­se­en, die sich teil­wei­se in pri­va­tem Besitz befin­den. Der „Ver­ein deut­scher Wirt­schafts­ar­chi­ve e.V.“ (VdW) ist der Zusam­men­schluss die­ser Unter­neh­mens­ar­chi­ve und -muse­en.

In der Pra­xis über­wie­gen heu­te wie­der die Dar­stel­lung von Unter­neh­mer-Per­sön­lich­kei­ten in jour­na­lis­ti­scher wie wis­sen­schaft­lich-his­to­ri­scher Form, das Nach­zeich­nen von Tra­di­tio­nen eines Unter­neh­mens, Fest­schrif­ten, Schrif­ten zum Fir­men­ju­bi­lä­um und his­to­risch unter­füt­ter­te Wer­be­bro­schü­ren im Rah­men von Histo­ry Mar­ke­ting (Geschichts­mar­ke­ting). Inter­es­sen­ten sind die Groß­in­dus­trie ins­be­son­de­re der Auto­mo­bil-, Stahl und Che­mie­bran­che und Groß­ban­ken, die auch die über­wie­gen­de Zahl der exis­tie­ren­den Unter­neh­mens­ar­chi­ve vor­hal­ten. Inter­es­sen­ten sind zuneh­mend indes auch klei­ne und mitt­le­re Betrie­be mit dem The­ma ihrer anhal­ten­den Durch­set­zungs­fä­hig­keit durch Fle­xi­bi­li­tät, Inno­va­ti­on und Fami­li­en­zu­sam­men­halt. Seit den 1960er Jah­ren wur­de pro­gnos­ti­ziert, dass KMU gegen­über der Markt­macht und Kapi­tal­stär­ke welt­weit agie­ren­der Groß­un­ter­neh­men lang- und selbst mit­tel­fris­tig nicht bestehen könn­ten. Dies hat sich nicht erwie­sen, in ganz beson­de­rem Maße im deutsch­spra­chi­gen Raum nicht.

Weitere Interessenten der Unternehmensgeschichte

Jen­seits von Groß­un­ter­neh­men und KMU haben bei­spiels­wei­se Unter­neh­mens­ver­bän­de, Bran­chen­ver­bän­de oder Ver­ei­ni­gun­gen von Berufs­grup­pen funk­tio­na­ler Unter­neh­mens­ein­hei­ten wie z.B. des Mar­ke­tings oder des Per­so­nal­ma­nage­ments Inter­es­se an his­to­ri­schen Dar­stel­lun­gen. Die Geschich­te von Pro­dukt­tech­ni­ken, Dienst­leis­tungs­ar­ten oder regio­na­ler Wirt­schafts­in­sti­tu­tio­nen sind Objek­te und Sub­jek­te unter­neh­mens­his­to­ri­scher Betrach­tung. Fra­ge­stel­lun­gen zu Ein­zel­as­pek­ten wie zu Unter­neh­mens­kul­tur und Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on als indi­rek­ter und gleich­zei­tig womög­lich nach­hal­tigs­ter unter­neh­me­ri­scher Erfolgs­fak­tor gehö­ren eben­so zum heu­ti­gen Reper­toire unter­neh­mens­his­to­ri­scher Betrach­tun­gen wie zum Bei­spiel die Geschich­te von Netz­werk­bil­dun­gen eines Unter­neh­mens im Zeit­lauf als Erfolgs­bei­trag. Arbei­ter­ge­schich­te, Gover­nan­ce zwi­schen Share­hol­dern und Sta­ke­hol­dern, die Geschlech­ter­fra­ge, Umwelt­schutz, euro­päi­sche Unter­neh­mens­ei­gen­schaf­ten im Ver­gleich, die­sel­be Betrach­tung für mul­ti­na­tio­na­le Unter­neh­men und ande­res kön­nen Betrach­tungs­ge­gen­stän­de der Unter­neh­mens­ge­schichts­schrei­bung sein.

Unter­neh­men aus der Sozi­al­wirt­schaft wie Kran­ken­häu­ser, staat­li­che Ver­wal­tungs­ein­hei­ten von Gemein­den bis Minis­te­ri­en, Non-Pro­fit-Unter­neh­men oder NGOs, alle­samt auch For­men unter­neh­me­ri­scher Orga­ni­sa­tio­nen, kön­nen die­sel­ben his­to­ri­schen Eigen­in­ter­es­sen haben wie Unter­neh­men mit Gewinn­erzie­lungs­ab­sicht.

 

Unse­re Autoren in Unter­neh­mens­ge­schich­te agie­ren in jeder erdenk­li­chen Fra­ge­stel­lung sorg­sam, umsich­tig, ste­tig und soli­de.

Autor: Harald Bahner © Bahner Con­sul­ting

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